Am 10. Dezember 2020 veranstaltete das Telemedizinzentrum Hamm erstmals seine Onlinekonferenz „Digitale Gesundheitsförderung – Selbsthilfe 4.0“. Im Mittelpunkt standen Strategien zur Gesundheitsförderung im digitalen Zeitalter, verstanden als Prozess, der Menschen mehr Kontrolle über ihre Gesundheit gibt. Die Veranstaltung richtete sich an Fachpublikum, Patientinnen und Patienten sowie pflegende Angehörige.
Begrüßt wurden die Teilnehmenden von Oberbürgermeister Marc Herter und Prof. Dr. Gregor Hohenberg, bevor drei Fachvorträge folgten.
Versorgungsforschung für Menschen mit Demenz
Dr. Iris Hochgraeber vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) eröffnete die Vortragsreihe mit einem Beitrag zur Versorgungsforschung für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen, die einen Schwerpunkt des DZNE-Standorts Witten darstellt.
H3-Training: ein Jahr Praxiserfahrung
Im zweiten Vortrag berichtete Prof. Dr. Gregor Hohenberg über ein Jahr H3-Training: Eine soziale Betreuung, die digitale kognitive Therapiesysteme mit telemedizinischer Begleitung verbindet. Der Name steht für Herz, Hand und Hirn: Emotion, soziale Interaktion und Hirnleistungstraining.
Digitale Transformation im Gesundheitswesen
Zum Abschluss zeigte Kevin Schwedler, B.Eng. von der Digital Consulting Group das Potenzial der Digitalisierung im Gesundheitswesen: Rund 34 Milliarden Euro ließen sich durch effizientere Prozesse heben – etwa durch bessere Behandlungsqualität und weniger Doppeluntersuchungen. Im Fokus stand, wie Träger und Organisationen die digitale Transformation erfolgreich gestalten können.
Rund drei Stunden lang diskutierten Referierende und Teilnehmende Chancen und Herausforderungen der digitalen Gesundheitsförderung. Die Onlinekonferenz 2020 soll der Auftakt einer jährlich stattfindenden Veranstaltungsreihe des Telemedizinzentrums Hamms sein.