Forschung & Innovation

H3O-Training

HERZ, hand, hirn und Ohr. Aktivierung und Teilhabe bei demenz.

Auch wenn eine Demenz diagnostiziert wurde, können wir etwas tun.

Menschen mit Demenz verfügen über Fähigkeiten und Ressourcen, die gezielt angesprochen und aktiviert werden können.
Genau hier setzt das H3O-Training an.

Das digitale Trainingskonzept verbindet kognitive Aktivierung, positive emotionale Erfahrungen und soziale Interaktion.
Bei Menschen mit einer zusätzlichen Hörminderung wird das Training um gezielte Übungen zur auditiven Wahrnehmung und Verarbeitung ergänzt.

Herz, Hand, Hirn und Ohr

Herz

Freude, Motivation und positive Emotionen

Hand

Aktivität, soziale Interaktion und gemeinsames Erleben

Hirn

gezielte kognitive Stimulation von Gedächtnis, Aufmerksamkeit und weiteren geistigen Fähigkeiten

Ohr

Training des Hörens und der auditiven Verarbeitung

Ein Training, das sich an den Menschen anpasst

Nicht jeder Mensch mit Demenz hat gleichzeitig eine Hörminderung. Deshalb ist das Konzept modular aufgebaut. Die H3-Komponente mit kognitiver Aktivierung, positiven Emotionen und sozialer Interaktion kann grundsätzlich auch von Menschen mit einer Demenzdiagnose ohne Hörminderung genutzt werden. Besteht zusätzlich eine Hörminderung, wird mit dem „O“ die auditive Dimension gezielt in das Training integriert.

Diese Verbindung ist besonders wichtig: Hören bedeutet mehr als die technische Verstärkung von Schall. Das Gehirn muss Sprache erkennen, relevante Informationen auswählen und Gehörtes sinnvoll verarbeiten. Das H3O-Forschungsprojekt der Hochschule Hamm-Lippstadt verbindet deshalb kognitive Stimulation und Hörtherapie zu einem gemeinsamen Versorgungskonzept (HSHL-Projektseite H3O).

Unser Ziel: Fähigkeiten stärken und Teilhabe erhalten

Das H3O-Training soll Menschen mit Demenz dabei unterstützen, geistig aktiv zu bleiben, Kommunikation zu erleichtern, soziale Interaktion zu fördern und vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu nutzen. Bei Menschen mit Hörminderung kommt ein weiteres Ziel hinzu: Hören soll wieder besser in Kommunikation und Alltag eingebunden werden.

Damit ergänzt das H3O-Training unsere Forschung zur Früherkennung: Während wir mit dem digitalen Screening daran arbeiten, Risiken möglichst früh zu erkennen, entwickeln wir mit H3O Angebote für Menschen, bei denen bereits eine Demenz vorliegt.

So verbinden wir Forschung zu gutem Hören, kognitiver Gesundheit und Demenzversorgung zu einem gemeinsamen Ansatz.

 

Früh erkennen, wenn Risiken entstehen. Gezielt unterstützen, wenn Hilfe benötigt wird.

Digitale Weiterentwicklung

Die Weiterentwicklung zu adaptiven, datenbasierten und perspektivisch KI-gestützten Trainingsverfahren wird an der Hochschule Hamm-Lippstadt unter anderem im Projekt BrainTrain verfolgt.

Das hier beschriebene digitale Training wird derzeit nicht angeboten; auch die zugehörige Studie hat noch nicht begonnen.
Über die Förderung des geplanten Vorhabens durch den Innovationsfonds wird voraussichtlich Ende November entschieden.
Eine Umsetzung erfolgt erst nach einer entsprechenden Förderentscheidung.

Mehr zu den wissenschaftlichen Hintergründen erfahren

Ein gemeinsames Forschungsprojekt von Telemedizinzentrum Hamm und Hochschule Hamm-Lippstadt, unterstützt von der Alzheimer Gesellschaft Hamm e.V.
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