H3-Training

H3-Training
 
Das H3-Training steht für eine zielorientierte soziale Betreuung, die den Einsatz digitaler kognitiver Therapiesysteme umfasst und telemedizinisch begleitet wird.

Wofür steht der Name H3 ?
H3 steht für die drei H des ganzheitlichen Lernens: Herz, Hand und Hirn.
Das Herz steht für die positiven Emotionen, die mit dem Lernen verknüpft werden. Die Hand für die soziale Interaktion mit dem Umfeld und das Hirn für das Hirnleistungstraining. Die Reihenfolge ist uns in diesem Zusammenhang wichtig.

Was ist der wissenschaftliche Hintergrund des H3-Trainings?
Unser Gehirn passt sich ständig an. Es verändert sich, abhängig von den Erfahrungen, die wir machen. Neuroplastizität nennt man diese erstaunliche Fähigkeit des Gehirns und ist der Grund dafür, dass wir bis ins hohe Alter lernen können. Durch Lernen verändert sich das Gehirn. In der Magnetresonanztomographie können diese strukturellen Veränderungen sichtbar gemacht und ausgemessen werden.
Diese Fähigkeit des Gehirns kann genutzt werden, um Hilfe bei bestimmten Erkrankungen des Gehirns zu leisten. Dazu gehören z.B. die Alzheimer-Erkrankung, das idiopathische Parkinson-Syndrom oder der Schlaganfall.
Auch wenn für einige Erkrankungen, wie z.B. bei der Alzheimer-Demenz oder dem Morbus Parkinson, keine Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung existiert, können zahlreiche nicht-medikamentöse Therapieformen erfolgreich eingesetzt werden. Hierzu zählen vorrangig  die Ergotherapie,Logopädie, Physiotherapie,Verhaltenstherapie, Gedächtnistherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie und Erinnerungstherapie. Alle diese Therapieformen können mit digitalen Medien unterstützt und erweitert werden. Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Erkenntnis, dass die betroffenen Personen unabhängig von den eigentlichen Maßnahmen eine Wertschätzung im Allgemeinen erfahren müssen, wenn positive Effekte erreicht werden sollen. Daher ist es sinnvoll, die Therapiemaßnahmen mit Spaß zu verknüpfen. Viele Übungen im H3-Training erfolgen daher in Form von Computerspielen. Spielen ist die ursprünglichste Form des Lernens und für die Entwicklung höherer kognitiver Fähigkeiten unverzichtbar.

Wie läuft das H3-Training praktisch ab?
Eine H3-Trainerin oder ein H3-Trainer besucht die zu betreuende Person im häuslichen Umfeld oder in einer stationären Einrichtung. Mithilfe eines Tablet-PCs oder anderer technischer Systeme werden spezifische Übungen nach einem festgelegten Trainingsplan durchgeführt. Die Situation erinnert an ein Fitnessstudio, wenn ein Trainer Anleitungen gibt, damit Übungen korrekt ausgeführt werden. Die H3-Trainer/innen können über eine telemedizinische Anbindung durch das Telemedizinzentrum Unterstützung erhalten. Im Telemedizinzentrum sitzen ausgewiesene Experten, die für die Erstellung der Trainingspläne verantwortlich sind und für die Qualitätssicherung sorgen, damit die H3-Trainer/innen das Training ordnungsgemäß umsetzen.

Wer kann H3-Trainer/in werden?
Die Ausbildung ist für alle Personengruppen offen und ist auch für pflegende Angehörige geeignet. Die Ausbildung dauert je nach den Vorkenntnissen zwischen 3 - 6 Monaten und ist stark praxisorientiert. Vorkenntnisse sind wichtig, es muss aber keine einschlägige Berufsausbildung sein. Der Kurs Edumentia oder die Basisqualifikation Senioren- und Demenzbegleitung ist die optimale Vorbereitung zum Einstieg.

Werden die Angehörigen der pflegebedürftigen Person eingebunden?
Ja, das ist ausdrücklich gewünscht und Teil des Gesamtprozesses im H3-Training. Wenn es die familiäre Situation zulässt und Angehörige eingebunden werden können, werden die Trainings gemeinsam umgesetzt. Im optimalen Fall absolvieren die pflegenden Angehörigen selbst die H3-Trainerausbildung.

Können private Computer genutzt werden, damit das H3-Training z.B. im häuslichen Umfeld erfolgen kann?
Nein, das ist aus datenschutzrechtlichen Gründen und bedingt durch die notwendige IT-Sicherheit nicht möglich. Um individuelle Trainingspläne erstellen zu können, müssen die Trainings- und Leistungsdaten ausgewertet werden. Dazu ist eine Auswertung der Mensch-Maschinen-Interaktion auf der Ebene des Betriebssystems notwendig. Daher werden spezielle Geräte durch das Telemedizinzentrum ausgegeben und betreut.

Was kostet das H3-Training?
Das H3-Training ist aus einer gemeinnützigen Initiative heraus entstanden und ist grundsätzlich kostenlos, da wir Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Wir erstellen die Trainingspläne und die Angehörigen sorgen nach einer H3-Trainerausbildung selbst für die Umsetzung oder werden dabei von anderen H3-Trainern unterstützt. Unsere H3-Trainer arbeiten auf einer ehrenamtlichen Basis, erhalten aber in der Regel über den gemeinnützigen Verein eine  Übungsleiterpauschale.  Der notwendige Betreuungsbedarf ist allerdings oft sehr individuell. Ist ein höherer Betreuungsaufwand durch die H3-Trainer/innen notwendig, wird ein individueller Betreuungsplan erstellt, der auch über das Entlastungsgeld von 125,- Euro von der Pflegekasse erstattet werden kann, wenn die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind.
 
Wie kann ich das H3-Training buchen?

Im ersten Schritt wird ein Beratungstermin durchgeführt. Bitte rufen Sie die 02381-9998555 an oder schreiben Sie eine Mail an: info@tmz-hamm.de.

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Telemedizinzentrum Hamm

Gründer- und Technologiezentrum Hamtec

Münsterstr. 5

59065 Hamm
 

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