Exergames

 

Durch zahlreiche Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass körperliche Bewegung positive Auswirkungen auf den alternden Menschen hat. Positiv beeinflusst werden dabei neben physiologischer Fähigkeiten, wie der Ausdauer-, Kraft- und Koordinationsfähigkeit, vor allem auch alltagsrelevante Parameter wie die Lebensqualität, das Wohlbefinden sowie die geistige Leistungsfähigkeit. Bekannt ist jedoch auch, dass sich bei älteren Menschen oft eine deutlich verringerte Teilnahme an Sportangeboten feststellen lässt. Mangelnde Bewegung kann jedoch im Umkehrschluss die Entstehung oder auch das Fortschreiten verschiedener Krankheiten begünstigen und stellt somit eine große Herausforderung für das Gesundheitswesen dar.

Um die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten für ältere Menschen, sei es zur allgemeinen Fitnesssteigerung oder als ergänzende Maßnahme zur Rehabilitation, attraktiver zu gestalten können so genannte „Exergames“ als Motivatoren eingesetzt werden. „Exergames“ bilden eine neue Generation von digitalen Spielen, welche auf den klassischen Controller verzichten und zur Eingabesteuerung stattdessen auf Controller setzen in denen Sensoren integriert sind, welche auf Bewegung reagieren. Andere Systeme verzichten komplett auf den Einsatz des Controllers, wobei die Steuerung dann nur durch Gestik oder Handbewegungen erfolgt. Um die Spiele steuern zu können, muss der Nutzer sich also körperlich betätigen, wobei nachgewiesen werden konnte, dass sich der Energieumsatz des Nutzers während des Spielens erhöht, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass es sich um eine Form der sportlichen Aktivität handelt. 

Auch der Begriff „Exergame“ selbst deutet an dass es sich um eine Form der sportlichen Betätigung handelt die jedoch in Kombination mit dem spielen steht, da in diesem Begriff die beiden Worte „to excercise“ also trainieren und „game“ also Spiel vereint werden.

Durch die Kombination von körperlicher Betätigung und Spaß am Spiel entsteht eine sehr gute Möglichkeit soziale, kognitive und auch physiologische Fähigkeiten beim Nutzer zu fördern. „Exergames“ ermöglichen außerdem ein abwechslungsreiches Training, welches sich individuell an die Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers anpassen lässt und zudem auch leicht in der häuslichen Umgebung durchgeführt werden kann.

Die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten dieser Spiele ist dabei weit gefächert und reicht von allgemeiner Fitnesssteigerung, über Sturzprophylaxe bis hin zum Einsatz als ergänzende Maßnahme in der Rehabilitation und Behandlung von neurodegenerativen oder kardiologischen Erkrankungen.

 

Quellen:

 

Rehacare International. Rehabilitation mit Spielekonsole hilft bei Parkinson und im Alter. [Online] 2015. [Zitat vom: 01. Oktober 2015] http://www.rehacare.de/cipp/md_rehacare/custom/pub/content,oid,37570/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/local_lang,1Rehacare International. Exergames – Spielend durch die Reha (Video). [Online] 2015. [Zitat vom: 01. Oktober 2015] http://www.rehacare.de/cipp/md_rehacare/custom/pub/content,oid,29547/lang,1/ticket,g_u_e_s_t/mcat_id,7751/local_lang,1

 

Kroll Michael, Neubrand Andreas. Digitales Spielen – Exergames im Vergleich mit traditionellen Trainingsformen bei Älteren. Zeitschrift für Motopädagogik und Mototherapie. Band 6, Nr. 3, S.124-126. 2012. [Online] [Zitat vom 01. Oktober 2015] http://www.motorik.de/motorik/2012/Motorik-Ausgabe-September-2012.pdf#page=33

 

Brox Ellen et al. Exergames For Elderly – Social exergames to persuade seniors to increase physical activity. Pervasive Computing Technologies for Healthcare (Pervasive Health). [2011] S.546-549 [Online] [Zitat vom 01.10.2015] http://www.mesaep.org/fileadmin/JOIN/PDF/PID1790829-Exergames.pdf

 

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